Motek 2015: Innovationen aus der Know-how-Factory

22.10.2015 

Die Zimmer Group hat auch 2015 auf der Motek, der wichtigsten internationalen Fachmesse für Handhabungs- und Automatisierungstechnik, wieder viele technologische Innovationen präsentiert. Zu den absoluten Highlights zählte in diesem Jahr unser kollabierende Greifer der Zukunft, der Greiferserie R800.

Die Greiferserie R800 wurde in Zusammenarbeit mit Kuka Systems entwickelt und markiert mit ihren überlegene Funktionen einen wichtigen Meilenstein im wachsenden Segment der Mensch-Maschine-Kollaboration. Somit ist sie für den Einsatz mit dem Kuka LBR iiwa 7 R800, LBR iiwa 14 R820 und Kuka flexFELLOW prädestiniert.

Die Greiferserie 800 erfüllt nicht nur alle aktuellen Normen und Vorgaben für die Mensch-Maschine-Interaktion, er wurde bereits zum offiziellen Marktstart auf der Motek 2015 mit einem begehrten Industriepreis ausgezeichnet und hat großes Interesse auch und vor allem bei namhaften Automotive- und Aviation-Herstellern ausgelöst, eben typisch „THE KNOW HOW FACTORY“.

 

Baureihe LBHS klemmt und bremst ohne bewegliche Teile

Eine weitere eindrucksvolle Innovation hat die Zimmer Group Ihretechnologischen Kompetenzen unter Beweis gestellt: Mit der Baureihe LBHS haben unsere Entwicklungsingnieure ein völlig neuartiges hydraulisches Bremselement entwickelt, das praktisch aus einem Stück besteht, keine beweglichen Teile enthält und die Brems- und Haltekräfte ausschließlich über die innere Spannung des Grundkörpers aufbringt. Die extrem schmal bauende Baureihe LBHS besteht im Wesentlichen aus einem patentierten Unibody-Gehäuse, das weder Kolben noch Federn oder andere bewegliche und damit verschleißanfällige Teile enthält. In den Gehäuseblock sind lediglich per Drahterodieren gezielt Ölkanäle und Aussparungen eingebracht. Wird dieser Grundkörper mit Hydrauliköl beaufschlagt, spreizt er sich geringfügig auf und gibt dadurch den Schlitten auf der Linearachse frei. Fällt der Hydraulikdruck ab, nimmt das Element wieder seine ursprüngliche Form an und presst dadurch die beiden Bremsbacken an die Linearachse.

 

Mit IO-Link in die Zukunft 

Auf dem Weg zur Industrie 4.0 wird die Vernetzung von Sensoren, Aktoren und Steuerungen immer wichtiger. Die Zimmer Group greift diesen Zukunftstrend auf und hat auf der Motek 2015 gezeigt, wie sich das Kommunikations-systems IO-Link nutzen lässt, um intelligente Sensoren und Aktoren an ein Automatisierungssystem anzubinden.

In diesem System werden die einzelnen Sensoren oder Aktoren an einen IO-Link-Master angeschlossen, der die Schnittstelle zur übergeordneten Steuerung (SPS) bildet. IO-Link überträgt nicht nur alle Signale der Sensoren und Aktoren an die Steuerung, sondern gibt umgekehrt auch Daten der übergeordneten Steuerung an die Sensor-/Aktorebene weiter. Dadurch wird eine umfassende Steuerung und Diagnose der gesamten Anlage möglich.

Beispielsweise können Greifer auf andere Produktvarianten umgestellt werden, ohne die Maschine umzurüsten, einmal erstellte Einstelldaten können einfach kopiert und auf andere Aktoren aufgespielt werden, und die Daten der Sensoren lassen sich auch für die vorbeugende Wartung nutzen, so dass die Produktionssicherheit steigt.