Bis zu vier Handhabungskomponenten an einer BusBox

Elektrische Aktoren ganz einfach anschließen

21.01.2014 

An die neue BusBox, die von der Zimmer Group unter der Produktmarke Sommer-automatic vertrieben wird, können bis zu vier elektrische Aktoren der Serie 9000 angeschlossen werden – so einfach wie an eine Ventilinsel. Zum Schaltschrank oder der Steuerung läuft dann nur noch ein einziges Anschlusskabel für die BusBox, so dass der Aufwand für Verlegung, Anschluss und Wartungsaufgaben erheblich reduziert wird.

PowerPack versorgt Aktoren mit Energie
In die BusBox ist auch ein Energiespeicher integriert, der die Stromversorgung erheblich vereinfacht. Statt an jeden elektrischen Aktor an ein eigenes Netzteil mit 5 A Leistung anzuschließen, werden alle angeschlossenen Aktoren direkt aus der BusBox versorgt. Im Normalfall genügt es, lediglich die Bus-Box an ein Netzteil mit einer Leistung von 5 A oder 10 A anzuschließen. Der integrierte Energiespeicher versorgt dann bis zu vier Aktoren während der Arbeitsphasen mit dem benötigten Strom und wird in den Ruhephasen aus dem Netzteil nachgeladen. Das spart Investitionen in die Netzteile, reduziert zusätzlich zu den Ausfallrisiken auch den Wartungsaufwand und senkt gleichzeitig den Verkabelungsaufwand.

Steuerung per Feldbus
Die Profibus-Anbindung, die längerfristig auf Profinet und Ethercat erweitert werden soll, bietet alle Vorteile einer digitalen Ansteuerung. Der Nutzer kann damit auf jeden Parameter der Aktoren zugreifen. So kann die Temperatur im Aktor ausgelesen werden, um zum Beispiel Störungen frühzeitig zu erken-nen. Der Zykluszähler gibt gleichzeitig exakte Auskunft über die erreichte Zyklenzahl und eröffnet da-mit neue Möglichkeiten für die vorbeugende Wartung. Der Aktor-Status (z.B. offen oder geschlossen) wird direkt an die Steuerung gemeldet und muss nicht erst über einen Blinkcode am Aktor abgelesen werden. Die Fensterbreite von Base-, Work- und Teach-Positionen lässt sich beliebig einstellen, auch mit einer vorgegebenen Schwankungsbreite. Der Greifer meldet dann das Erreichen der Greifposition nicht nur an einem definierten Punkt, sondern innerhalb einer gewissen Toleranzgrenze – ein Merkmal, das vor allem beim Greifen elastischer oder biegeschlaffer Teile von Vorteil ist.

Kleinteilehandhabung mit Speed: Elektrischer Greifer GEP 9000
Die BusBox kann alle elektrischen Aktoren der 9000er-Baureihen ansteuern, also neben den Vereinze-lern der Baureihe VEE9200 auch die Nadelgreifer der Baureihe HEN9100 sowie die Parallelgreifer der Baureihe GEP9000.

Diese Greifer eignen sich für alle Automatisierungsaufgaben, bei denen es sowohl auf kurze Zykluszei-ten als auch auf einen geringen Energieverbrauch ankommt – also vor allem in der Handhabung von Kleinteilen und bei der Bewältigung großer Stückzahlen. Sie weisen je nach Baugröße Greifkräfte bis 26 N auf, schaffen bis zu 250 Zyklen pro Minute und sind bei ihrer Nenngeschwindigkeit von 200 Zyklen/min in der Lage, volle 30 Millionen Zyklen ohne Wartung zu bewältigen.

Diese extreme Lebensdauer ist ebenso wie die hohe Geschwindigkeit dem Funktionsprinzip zu verdanken: In den Greifern arbeitet ein praktisch verschleißloser Tauchspulenantrieb, bei dem die Tauchspule keine Berührung mit der Innenwand hat und es daher auch keine mechanische Abnutzung gibt. Die Ingenieure der Zimmer Group haben die elektromagnetischen Eigenschaften der Spule zudem so optimiert, dass sie bei geringstem Energieverbrauch hohe Kräfte aufbringen kann. Und die Kinematik wurde gleichzeitig so robust und leichtgängig 

konstruiert, dass die hohen Kräfte leichtgängig und verschleißarm auf die Backen übertragen werden.